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Gaschurn
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Gaschurn
Das Montafoner Tourismusmuseum ist im ehemaligen Gaschurner Frühmesshaus untergebracht. Das im Stil alter Walserhäuser vorwiegend in Holz errichtete Gebäude musste nach einem Brand im frühen 19. Jahrhundert neu erbaut werden. Bemerkenswertester Bewohner war der über die regionalen Grenzen hinaus bekannte Frühmesser, Chorleiter und Bergsteiger Franz Josef Battlogg (1836-1900). Der in den letzten Jahren leerstehende Denkmalhof konnte schließlich 1992 seiner neuen Funktion als Tourismusmuseum übergeben werden.

Das Museum wurde unter der Leitung von Klaus Fussenegger vom Heimatschutzverein im Tale Montafon eingerichtet; der Verein ist auch heute noch Träger dieses Museums. Das Erdgeschoss ist einem Hotelinterieur aus der Zeit um 1900 nachempfunden. Der Eingangsbereich entspricht in etwa einer damaligen Rezeption, die Gaststube, das im Verhältnis zur Einfachheit der Montafoner Bauernhäuser nobel anmutende Schlafzimmer sowie die „Hotelküche“ ergänzen die Ausstellung. Ein Blick in das Kellergewölbe vermittelt nicht nur den Eindruck, wie der Keller in einer frühen Gaststätte ausgesehen haben mag, sondern er zeigt auch noch die Grundmauern des ursprünglichen Gebäudes aus dem 17. Jahrhundert.

Im angrenzenden „Schopf“ (Erdgeschoss) wird den Vorläufern des Fremdenverkehrs im Montafon gedacht: Hinweise auf den Saumhandel und die alten Gasthäuser aus dem 17. Jahrhundert lassen vage Vorstellungen von einem frühen Tourismus erkennen. Deutlicher werden die Verbindungen in der ebenfalls im Schopf dargestellten älteren Alpinismusgeschichte, die durch die Erstbesteigung des Piz Buins durch den St. Galler Handelsreisenden Johann Jakob Weilenmann (1865) und die Erschließung der Bergwelt durch die zahlreichen Schutzhütten in der Silvretta, im Rätikon und im Verwallgebirge veranschaulicht wird.

Im Obergeschoss des Tourismusmuseums werden verschiedene Aspekte der Tourismusgeschichte beleuchtet: An erster Stelle sei auf die Skientwicklung verwiesen, die von den Ursprüngen bis zur Gegenwart gezeigt wird. Historische Wintersportbekleidung ergänzt diesen Teil der Ausstellung. Hinweise auf prominente Hotels, wie das „Rössle“ in Gaschurn, die „Madrisa“ in Gargellen oder die „Taube“ in Schruns können mit dem in einer eigenen Vitrine vorgestellten, berühmten Montafon-Gast Ernest Hemingway verbunden werden. Die Geschichte der Seilbahnen des Tales findet in einem eigenen Raum Berücksichtigung. Zahlreiches Prospekt- und Plakatmaterial aus früheren Zeiten sowie statistische Vergleiche der Gästenächtigungszahlen finden des weiteren im ersten Obergeschoss Ausstellung. Ein Film über die Anfänge des Skisports und die Seilbahngeschichte kann im Obergeschoss (Schopf) angesehen werden.
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